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Konsum neu denken!

Konsum neu denken!

Konsum neu denken! 1920 2560 Lessing-Gymnasium Norderstedt

Cacahuatl – schon die Azteken schätzen die Kakaofrucht und bereiteten u.a. belebende Getränke daraus zu. Im 16. Jahrhundert gelangte die Kakaofrucht bzw. -Bohne dann nach Europa und wurde hier zum Luxusgut. Heute konsumieren wir (fast) täglich Kakao in Form von Schokolade, Kuchen und sogar Kosmetikprodukten.

Doch: Welche Schokolade essen wir? Was braucht es, um sie herzustellen? Wo kommt die Kakaofrucht eigentlich her und unter welchen Bedingungen wird sie angebaut? Diesen und weiteren Fragen gingen wir im Rahmen der diesjährigen Projektwoche bei unserem Projekt „Schokolade, Fashion und Du! – Konsum neu denken“ nach.

Mit der Unterstützung einer Referentin vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung tauchten wir in die Regionen des Kakaoanbaus ein und lernten die Perspektiven der einheimischen Kakaobauern und -bäuerinnen sowie ihrer Familien kennen. Dabei stellten wir als Konsumierende fest, wie wichtig es ist, schon bei der Auswahl von Produkten auf entsprechende Hinweise, das heißt Siegel, zu achten. Diese helfen uns, aktiv einen Beitrag zum Aufbau nachhaltiger Strukturen zu leisten. Unsere Schülerinnen und Schüler bewegte vor allem die Kinderarbeit, der Schulbesuch und die angemessene Bezahlung der anbauenden Familien. Ein abschließendes Highlight war die Herstellung kleiner Schokoladenpralinen!

Ein zweiter Bereich, der uns während der Projektwoche beschäftigte, ist unsere Kleidung. Täglich werden wir durch Werbung und Influencer dazu angehalten, neuen Trends zu folgen. In unserem Alltag begleitet uns das Bedürfnis, uns durch unseren Kleidungsstil auszudrücken und neue Kleidungsstücke zu kaufen. Häufig beschäftigen wir uns dabei vorrangig mit dem Preis eines Produktes und weniger mit dem Material, dessen Herkunft und den Bedingungen, unter denen ein Kleidungsstück hergestellt wird.

Welchen Stellenwert Stoffe als Naturmaterialien bei den andinen Völkern vor über 1000 Jahren hatten, brachte uns eine Ethnologin während unseres Besuches der Ausstellung „Schätze der Anden“ im MARKK Museum am Rothenbaum näher. Insbesondere beeindruckten uns die Grundprinzipien der Kosmovision, einer Erklärung für die Ordnung der Welt, bei der die Natur, d.h. die uns umgebenden Tiere und Pflanzen, eine essenzielle Rolle spielen. Die Ausstellungsgegenstände sowie die anschaulichen Erklärungen von Frau Chávez de Lederbogen machten uns noch einmal bewusst, dass der Mensch der Natur täglich Materialien entnimmt, von ihr lebt und sich daraus auch eine Verantwortung ergibt.

Auf diese Verantwortung möchten wir in unserer Projektausstellung aufmerksam machen. Gemeinsam präsentieren wir die während der Projektwoche erstellten Plakate, die z.B. über verschiedene Nachhaltigkeitssiegel im Lebensmittel- und Modebereich sowie über Fair vs. Fast Fashion informieren.

Frau Thies (Fachleitung Spanisch) und Frau Holland (AG Zukunftsschule / Fachbereich Spanisch)

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