

Im Schuljahr 2024/2025 stand der Projektorientierte Unterricht im 9. Jahrgang unter dem Jahresthema „Frieden und Krieg“. Dieses Thema eröffnete den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, sich mit einer der grundlegenden Fragen menschlichen Zusammenlebens auseinanderzusetzen: Wie entstehen Konflikte, wie wirken sich Kriegserfahrungen auf Menschen und Gesellschaften aus und welche Bedingungen braucht ein friedliches Miteinander? Die Lernenden näherten sich dem Themenfeld aus historischen, politischen, sprachlichen, künstlerischen und spielerischen Perspektiven und entwickelten daraus eigene Projektideen.
Aus dem Jahresthema entstanden sehr unterschiedliche Arbeiten, die zeigten, wie vielfältig die Auseinandersetzung mit Krieg und Frieden sein kann. Eine Gruppe erarbeitete eine umfangreiche Dokumentation zur Lebenswelt der Generation der 1950er Jahre und stellte diese den Perspektiven heutiger Jugendlicher gegenüber. Auf der Grundlage qualitativer Befragungen, Interviews und eigener Recherchen entstand ein generationenübergreifender Dialog, der sichtbar machte, wie Erinnerungen, Prägungen und gesellschaftliche Entwicklungen miteinander verbunden sind.
Andere Gruppen wählten gestalterische oder spielerische Zugänge. Ein detailreich gearbeitetes Diorama machte eine Kriegsszene räumlich erfahrbar und lud dazu ein, über Zerstörung, Gewalt und die Folgen kriegerischer Auseinandersetzungen nachzudenken. Mit dem selbst entwickelten Brettspiel „Gravon“ beschäftigten sich Schülerinnen und Schüler mit gesellschaftlichem Miteinander und internationalen Beziehungen. Das Spiel machte auf anschauliche Weise deutlich, welche Chancen Kooperation bietet, welche Risiken Konflikte bergen und wie schwierig gemeinsame Entscheidungen zwischen Staaten sein können.
Auch künstlerisch und sprachlich wurde das Jahresthema verarbeitet. Ein künstlerisches Tagebuch verband persönliche Reflexionen mit selbst komponierter Musik und eröffnete dadurch einen sehr individuellen Zugang zu Erfahrungen von Unsicherheit, Hoffnung und Friedenssehnsucht. Darüber hinaus entstand ein Poetry Slam, in dem zwei Schülerinnen die Themen Krieg, Frieden und Verantwortung sprachlich verdichteten und auf der Bühne präsentierten.