Elternbrief vom 24.10.2022

Elternbrief vom 24.10.2022

Elternbrief vom 24.10.2022 800 80 Lessing-Gymnasium Norderstedt

Liebe Eltern,

liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Kolleginnen und Kollegen,

ich hoffe, Sie hatten angenehme und erholsame Ferien-, Urlaubs- oder auch nur Herbsttage zu Hause, an denen Sie Energie für den bevorstehenden norddeutschen Winter tanken konnten.

Wie bereits im letzten Elternbrief angekündigt, möchte ich Sie mit diesem Brief über verschiedene aktuelle und vielleicht wissenswerte Themen informieren.

1. Welche Hygieneregeln gelten in diesem Herbst? Welche Auflagen aus dem MBWFK gibt es?

Dazu erreichte alle Schulen des Landes am 06.10.22 ein Schreiben (Schulinformation 221005) aus dem MBWFK (Ministerium für allgemeine und berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur). Da dieses keine unmittelbar umzusetzenden Anweisungen enthält, möchte ich Ihnen wesentliche Inhalte des Schreibens zur Kenntnis geben, indem ich zitiere:

Konkret gelten in Schulen aktuell folgende Regelungen:

Hygieneempfehlungen: Es gelten die grundlegenden Maßnahmen wie das regelmäßige Lüften sowie das sorgfältige und regelmäßige Händewaschen.

Richtiges Verhalten bei Auftreten von Krankheitssymptomen: Grundsätzlich gilt: Kinder, die akut erkrankt sind, gehören nicht in die Schule. Es ist eine Entscheidung der Eltern, ob und wann sie ihre Kinder bei einer Ärztin bzw. einem Arzt vorstellen, und es ist Entscheidung der behandelnden Ärztinnen und Ärzte, ob und ggf. welche Diagnostik sie veranlassen. Ein „Schnupfenplan“ ist daneben nicht erforderlich. Werden der Schule SARS-CoV-2-lnfektionen bei Schulangehörigen bekannt, gilt auch weiterhin, dass die Anzahl der Fälle im Corona-Dashboard gemeldet wird.

Mund-Nasen-Bedeckung: Es bleibt an den Schulen bei den bisherigen Regelungen. Grundsätzlich hat sich die Mund-Nasenbedeckung (MNB) während der Pandemie als besonders wirksame Schutzmaßnahme erwiesen. Ungeachtet der hohen Anforderungen, die nach dem neuen Infektionsschutzgesetz für die Anordnung einer MNB-Pflicht besteht, gilt: Es ist weiterhin möglich, im Rahmen einer persönlichen und freiwilligen Entscheidung zum Selbst- und Fremdschutz eine MNB zu tragen. Auch an dieser Stelle sind im Miteinander während des Schulalltags in besonderem Maße Rücksichtnahme und verständnisvolle Kommunikation gefordert.

Vulnerable Personen: Schülerinnen und Schüler, die zum Schulbesuch besondere Schutzvorkehrungen benötigen, weil sie selbst einer besonders vulnerablen Gruppe angehören, müssen dies durch ein aussagekräftiges ärztliches Attest nachweisen. Die Schule wird dann aufgrund der jeweils individuell erforderlichen Maßnahmen auf der Grundlage des Erlasses entscheiden, welche Schritte ergriffen werden.

Sollte sich die Risikolage im Laufe der Herbst-/Winterzeit 2022/23 grundlegend ändern, wird die Landesregierung nach Rücksprache mit dem Expertenrat neu bewerten und über weitere Schutzmaßnahmen entscheiden, die im Rahmen des Infektionsschutzgesetzes möglich sind. Über dann ggf. nötige Änderungen im Vorgehen würden wir Sie rechtzeitig informieren. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Schulen mit dem eingeübten Standardschutz und den möglichen Ausbauszenarien für alle relevanten Situationen der Pandemieentwicklung vorbereitet sind, dass aber aktuell in den Schulen ein größtmögliches Maß an Normalität gilt.

Seit Beginn des Schuljahres bis unmittelbar zu Herbstferien wurden uns von den Eltern insgesamt 12 Schülerinnen und Schüler gemeldet, die sich mit dem Corona-Virus infiziert hatten. Dem steht eine für diese Jahreszeit ungewöhnlich hohe Anzahl von Schülerinnen und Schülern gegenüber, die wegen Erkältungserkrankungen nicht in die Schule kommen konnten. So waren unmittelbar vor den Herbstferien täglich zwischen 30 und 40 Schülerinnen und Schüler krankheitsbedingt zu Hause.

Wie sich das Infektions- und Erkrankungsgeschehen in den nächsten Wochen entwickeln wird, bleibt abzuwarten.

Ich bitte Sie, Ihre Kinder nicht in die Schule zu schicken, wenn diese Krankheitssymptome zeigen.

Der Schaden, der durch verpassten Unterrichtsstoff oder verpasste Leistungsüberprüfungen entstehen könnte, steht in keinem Verhältnis zu dem Schaden, der durch eine großflächige Ausbreitung einer ansteckenden Erkrankung, vor allem einer Infektion mit dem Corona-Virus, in einer Lerngruppe entsteht.

Auch sich ergebende Betreuungsprobleme durch erkrankte Kinder werden nur scheinbar dadurch gelöst, dass Sie Ihr Kind trotz festgestellter Krankheitssymptome in die Schule schicken.

Vielen Dank für Ihr Verständnis und Ihre Unterstützung.

2. Wasserspender

Uns wird demnächst ein Trinkwasserspender zur Verfügung stehen.

Dieser steht im Flur neben der Cafeteria und kann von jedem genutzt werden, um eigene Trinkflaschen mit Wasser zu befüllen.

Den Wasserspender haben wir einer Initiative der Oberbürgermeisterin der Stadt Norderstedt zu verdanken. Das war eine gute Idee!

3. „Global Learning and Sailing“ – vorgestellt von Herrn Dr. Möller:

„Das kleinste Kapitel eigener Erfahrung ist mehr wert als Millionen fremder Erfahrungen …“

Dies wundervolle Lessing-Zitat kennen wir doch. Nicht nur in den Elternbriefen des Lessing-Gymnasiums steht dieser Satz regelmäßig im Kopfbereich der Briefe an Eltern, Schüler und Kollegen, auch ich habe diese Lebensweisheit übernommen und auf die Homepage von GLaS (Global Learning and Sailing) übertragen.

Doch der Reihe nach. Ehemals gehörte auch ich zu den Eltern am LGN. Unsere fünf Kinder sind alle dort zur Schule gegangen und last but not least auch unsere jüngste Tochter hat vor zwei Jahren am Lessing ihr Abitur abgelegt. In der Zeit danach sprach ich einmal mit der Schuldirektion über ein Projekt, welches damals noch in der Vorbereitung war. Sofort war Begeisterung da. Zu dieser Zeit trug dies Vorhaben noch keinen Namen. Meine Idee dazu war rund 20 Jahre alt, dann kamen Zufälle, das Quäntchen Glück sowie mein beherztes Zugreifen dazu und wir verblieben, wenn das Projektvorhaben fertig ist, halte ich zunächst vier Plätze für mögliche Teilnehmer vom „Lessing“, unserer jetzt erwachsenen Kinder, frei.

Nach langer Vorbereitung und guter Teamarbeit ist ein ambitioniertes und nicht nur vielversprechendes Projekt unter dem Namen GLaS startklar. Als Abkürzung und aus mehreren Wörtern zusammengesetzt bzw. als Akronym steht dies für „Global Learning and Sailing“. Mit „Leinen los“ geht es ziemlich genau in einem Jahr über den Atlantik, in den Großraum der Karibik und ein halbes Jahr danach natürlich auch wieder zurück. GLaS ist Schule mit Praxis: Gymnasialer Lehrplan an Bord und die Dynamik auf einem traditionellen Segelschiff wie dem zu einem Exkursion- und Schulschiff umgebauten Dreimast-Gaffelschoner sollte alle Teilnehmer derart positiv beeinflussen und jeden Einzelnen sein Leben lang begleiten.

Ab jetzt laufen bereits die Bewerbungen der Teilnehmer für die GLaS Törn-Zeit, angesetzt

vom 15. Oktober 2023 bis 15. April 2024

An GLaS teilnehmen können Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe in der 11. Schuljahrgangsstufe. Also diejenigen SuS, welche aktuell in der 10. Klasse (E-Jahrgang) sind und am Ende dieses Schuljahres ihren Mittleren Schulabschluss „in der Tasche haben“:

GLaS | www.glas-toern.de

Mit herzlichen Grüßen

Dr. Peter-Alexander Möller | Vorsitzender GLaS e. V. – gemeinnütziger Verein.

4. Bauvorhaben

Der Start des Neubaus erfolgte pünktlich. Inzwischen ist die Baustelle eingerichtet, Bäume sind gefällt worden und der Bau des Eisspeichers steht unmittelbar bevor.

Bitte sehen Sie mir die folgenden Ausführungen nach, hier handelt es sich um die Symptome einer Berufskrankheit. Sie können die Passage gern übergehen.

Meinem angeborenen Interesse an physikalischen Phänomenen folgend, habe ich mich informiert:

Ein solcher Eispeicher, wie er bei uns gebaut wird, ist eine beeindruckende Sache und durchaus (noch) nicht weit verbreitet.

Wie schon erwähnt, handelt es sich dabei um ein großes, mit Grundwasser gefülltes unterirdisches Wasserreservoir. Dem Grundwasser wird im Winter mithilfe einer großen Wärmepumpe Wärmeenergie entzogen, um die Vorlauftemperatur der Warmwasserheizung zu erhöhen. Dadurch können fossile Brennstoffe eingespart und der CO2-Ausstoß minimiert werden, sofern die Elektroenergie aus erneuerbaren Quellen kommt. Das ist erstmal noch nicht so spannend.

Aber dann:

Im Laufe des Winters wird dem Wasser immer mehr Wärmeenergie entzogen, bis das Wasser gefriert und der unterirdische Behälter zum Eisspeicher wird- deshalb der Name.

Im Sommer wird dann das Eis zur Kühlung der Räume im Neubau verwendet und erwärmt sich wieder. Und im Winter beginnt der Zyklus von vorn. Toll!

Einen Nachteil hat die ganze Sache aber doch:

Wenn alles funktioniert, wird es auch an den heißesten Sommertagen kein „hitzefrei“ mehr geben.

Der Neubau soll im August 2024 bezugsfertig sein.

Dann wird die Sanierung des Bestandsgebäudes beginnen.

Dafür gibt es auch gute Nachrichten, denn entgegen einer ersten Planungsvorlage soll nun das Bestandgebäude nicht mehr abschnittsweise bei laufendem Schulbetrieb saniert werden. Stattdessen wird jetzt

die Errichtung eines Containerdorfes auf den Kleinspielfeldern favorisiert. Dafür sollen zum Teil dreistöckige Containerbauten für etwa 3,4 Mio € errichtet werden. Noch ist nichts beschlossen.

Aber wenn diese Idee umgesetzt werden sollte, könnten wir gut mit dem fertigen Neubau und dem Containerdorf leben.

Wenn alles planmäßig abläuft, man darf sicher zweifeln, wird 2027 das Schulzentrum Nord einer der modernsten Schulbauten des Landes sein. Die Kosten belaufen sich nach heutigem Stand auf ca. 34,5Mio €.

Liebe Eltern,

liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Kolleginnen und Kollegen,

leider ist der Brief, auch ohne den Exkurs zum Thema Eisspeicher, wieder viel zu lang geworden. Bitte sehen Sie es mir nach, es ist aber auch eine spannende Zeit.

In dem nächsten Elternbrief werden Sie Informationen zu den Weihnachtskonzerten, dem Stand der Dinge zum Thema Überwachungskameras im Fahrradkeller, zu unserem Kooperationsvertrag mit der TUHH (Thema Robotik-AG) und vielleicht weiteren, dann aktuellen Themen, erhalten.

Bleiben Sie uns gewogen und weiter gespannt.

Mit freundlichen Grüßen

Frank Lehm (kommissarischer Schulleiter)

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