Chile ist ein Staat im Südwesten Südamerikas mit einer Gesamtfläche von 756.950 km⊃2;. Mit einer Länge von 4.300 km, doch mit nur einer durchschnittlichen Breite von 180 km grenzt das Land im Westen an den Pazifischen Ozean.
Die Hauptstadt ist Santiago de Chile. Die Landessprache ist Spanisch. Die Währung ist der Chilenische Peso.
In Chile leben etwa 16 Millionen Menschen.
Hier gehen die Kinder, wie bei uns gewöhnlich auch, zur Schule, nur gibt es im Vergleich mit unserem Schulsystem viele Unterschiede:
Die Schüler tragen hier Uniformen, egal auf welche Schule sie gehen. Es sei denn, es handelt sich um eine Privatschule; diese erlauben es teilweise, mit Straßenkleidung zu erscheinen. Doch von dieser Art Privatschulen gibt es nicht sehr viele.
Die Uniform für die Mädchen besteht aus einem Rock, der knapp über die Kniee geht, und einer Bluse mit Pulli. Die Jungen tragen eine graue Hose mit einem T-Shirt und einem Pulli darüber. Die meisten Schuluniformen sind blau, manche sind auch weinrot.
Es gibt private und öffentliche Schulen aller Schularten, unter anderem auch Gymnasien. Doch für jede Art von Schule muss man Schulgeld bezahlen!
Während meines Aufenthaltes in Chile habe ich eine Privatschule besucht.
Der Unterricht fängt zwischen 8.00 Uhr und 8.30 Uhr an und hört frühestens um 14.00 Uhr auf, doch das ist auch nur einmal in der Woche der Fall. Sonst endet der Unterricht um 16.00 Uhr oder erst um 17.00 Uhr. Die Schüler werden morgens von einem Schulbus abgeholt oder sie gehen zu Fuß, wenn sie nah genug an der Schule wohnen. Fahrrad fahren wäre in den größeren Städten Chiles viel zu gefährlich, da es keine Fahrradwege gibt. Zudem wäre die Gefahr groß, dass das Fahrrad gestohlen wird.
Die Unterrichtsstunden dauern wie bei uns 45 Minuten, doch haben die Schüler meistens Doppelstunden. Doppelstündig werden unter anderem Spanisch, Mathematik, Physik und Biologie unterrichtet; einstündig Musik. Doppelstunden in einem Fach zu haben macht den Unterricht manchmal langweilig
Sport hat man in der Klassenstufe 9, die ich besucht habe, nur einmal in der Woche. Jungen und Mädchen haben getrennt voneinander Sport, und sie betreiben auch andere Sportarten.
Während eines Schultages hat man drei Pausen, von denen die letzte eine volle Stunde dauert. Während dieser Pause kann man in der Mensa der Schule essen gehen.
Nach einem Schultag bis 16.00 Uhr ist man ganz schön erledigt, wenn man endlich wieder zuhause ist.Die Klassenräume sind relativ klein und haben keine Kreidetafeln mehr, sondern Tafeln, die mit Folienstiften beschriftet werden. Die neuesten „Tafeln“, die dort verwendet werden, sind Touchscreen-Bildschirme.
Lehrerrinnen werden mit „Miss“ angesprochen und Lehrer werden „Prof“ genannt, was hier soviel bedeutet wie „Lehrer“. Die Klassen bestehen in der Regel aus 30 Schülerinnen und Schülern.
Es gibt auch noch sehr viele Gymnasien, die nur für Mädchen bzw. ausschließlich für Jungen sind.
Auf privaten Schulen ist ein Kurzhaarschnitt für die Jungen Pflicht.
Bei Wandertagen müssen die Schüler auch Uniformen tragen, was vielen Schülern nicht gefällt.
Das Klassenklima ist im Regelfall kameradschaftlich. Auch mit den Lehrern ist das Verhältnis mehrheitlich entspannt , doch gibt es gelegentlich auch Probleme mit Schülern, die gegenüber den Lehrern keinen Respekt zeigen.
Die Zeit bis zum Abitur dauert in Chile zwölf Jahre, wovon acht Jahre Grundschulzeit sind. Nach erfolgreichem Abschluss der achtjährigen Grundschule machen die Jugendlichen eine Lehre. Wer vier Jahre länger die Schulbank drückt und das Abitur macht, hat die Berechtigung, an einer Universität des Landes zu studieren.
Ein Bericht von Tanja Barhona Albrecht, Klasse 8b










