Wehe, wenn sie aus dem Unterholz brechen!
Heike Linde-Lembke
Regisseur Frank Düwel erarbeitet mit Norderstedter Jugendlichen eine Tanz- und Trommel-Performance für die Landesgartenschau
Die Breakdancer vom Jugendhaus Bunker tanzen und trommeln mit Schülerinnen und Schülern des Lessing-Gymnasiums als Geister der Gärten und wollen den Besuchern der Landesgartenschau in Norderstedt mit ihrer Performance das Gruseln lehren
Foto: Heike Linde-Lembke
Norderstedt. "Und dann rockt die Bude, seid schön böse!" ruft Frank Düwel über den Sportplatz am Lessing-Gymnasium in Norderstedt. Der Theatermacher und Regisseur Düwel ist wieder in der Stadt und rührt gleich mehrere Stücke an. Nicht nur als Regisseur der Musikschul-Produktion "Das weiße Rössl", sondern auch als Regisseur des Jugend-Projekts des Norderstedter Kulturbüros "Die Geister der Gärten - eine junge Tanz- und Trommel-Performance" auf der Landesgartenschau. Einen ersten Eindruck gibt es auf der Eröffnung zur Landesgartenschau am Donnerstag, 21. April, 11 Uhr.
Düwels Geister wollen die Landesgartenschau unsicher machen, spontan aus dem Unterholz brechen, wilde Sprünge über weite Wiesen wagen. Grell und grotesk geschminkt gruseln die Geister aus dem Gebüsch, führen fantastische Tänze auf und verschwinden wieder.
"Die Geister der Gärten werden auch von einem Boot auf dem Stadtparksee aus mit Trommeln, Tänzen und Puppenspiel das Publikum erheitern", sagt Gabriele Richter. Die Leiterin des Kulturbüros hat mit Frank Düwel in den 90er-Jahren viel beachtete Projekte in Norderstedt veranstaltet, beispielsweise im damaligen "Rohling", der heutigen "TriBühne", und die legendäre Düwel-Inszenierung der Novelle "Der Schimmelreiter" von Theodor Storm im Festsaal am Falkenberg.
"Wir bauen ein Langschiff mit fünf Ruderern, auf dem Bläsergruppen, Trommler und große Puppen spielen und Geschichten erzählen", sagt Düwel, der mit dieser Inszenierung auf der Landesgartenschau seinem Ruf als Regisseur ungewöhnlicher Ideen an ungewöhnlichen Orten wieder voll zu erfüllen scheint.
Umgesetzt wird die Garten-Geister-Geschichte von Breakdancer des offenen Jugendtreffs "Der Bunker" in Norderstedt-Mitte und Schülerinnen und Schüler des Lessing-Gymnasiums. "Die Choreografie steht, wir werden uns jetzt noch mit den Flächen auf der Landesgartenschau vertraut machen und die Charaktere der Geister erarbeiten", sagt Düwel.
Der Regisseur hat mit seinem Dramaturgen Manfred Scharfenstein, mit Sport- und Musiklehrer Philipp Astner vom Lessing-Gymnasium und Shorty, Breakdance-Leiter am Jugendhaus "Bunker", und vor allem mit den Jugendlichen das Projekt erarbeitet. "Die Jugendlichen sind die Haupt-Kreativen in dem Projekt", sagt Düwel. Viele von ihnen würden Bewegungen machen, die sie vorher noch nie gemacht hätten, und genau das würde das Projekt so spannend machen.
Aufführungen: Donnerstag, 21. April, 11 Uhr (spezielle Choreografie), 15.30 Uhr und 16.30 Uhr. Sonntag, 15. Mai, 15 Uhr und 17 Uhr, Freitag, 24. Juni, 15 Uhr und 17 Uhr, Freitag, 26. August, 20 Uhr und 22 Uhr, Freitag, 9. September, 20 Uhr und 22 Uhr, Sonnabend, 8. Oktober, 17 Uhr und 19 Uhr.
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Ankündigung der 11k
Die Landesgartenschau kommt - und wir sind mit dabei.
Die Klasse 11k (ästhetisches Profil) entwickelt seit Beginn des Schuljahres eine Performance unter dem Titel Geister der Gärten , welche bei der Landesgartenschau in diesem Sommer zu sehen sein wird. Im Unterschied zum üblichen Tanztheater werden wir nicht auf der Bühne auftreten, sondern die Gärten als Darstellungsfläche nutzen.
Für die Erarbeitung bekommen wir in regelmäßigen Abständen professionelle Unterstützung: ein Regisseur, ein Choreograph, eine Kostümbildnerin und eine Dramaturg helfen uns, unsere selbst entwickelten Choreographien zu erweitern und zu verfeinern und die Kostüme zu gestalten. 
Kernstück der Performance ist die Musik, die wir im Musikunterricht komponiert haben. Auch hier entfernen wir uns von der herkömmlichen Aufführungspraxis und verwenden statt des üblichen Instrumentariums Geräte aus dem Baumarkt und dem Gartencenter.
Die Ausstattung mit Gartentonnen und Zinkeimern, Harken und Co. ermöglicht uns die Kulturstiftung Norderstedt durch eine großzügige Spende. Beim Neujahrskonzert in der Tribühne konnten wir die Spende in feierlichen Rahmen entgegennehmen.
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