Musikunterricht – einmal anders
Musikgeschichte kann ja mitunter ziemlich trocken und langweilig sein. In diesem Fall waren aber die Schülerinnen der 10.Klassen mit Feuereifer bei der Sache. Kein Lehrervortrag, sondern eigene Recherche, Gruppenarbeit, und als Abschluss eine Gruppenpräsentation: jede Gruppe war für eine Epoche zuständig, trug Fakten zusammentragen, komponierte ein Stück im Stil der Epoche und als Abschluss wurde die Epoche szenisch dargestellt.
Bei dieser Gruppenpräsentation mit Scheinwerfern, Mikros und Bühne waren dann alle 10.Klassen dabei, es wurden alle Epochen vom Mittelalter bis zum Jazz präsentiert, das Ganze auf höchst unterhaltsame Weise: eine Gruppe (Romantik) hatte einen Traum inszeniert, in dessen Verlauf sich Clara Schumann und Chopin über ihr Leben unterhielten.
In der Mittelalter-Gruppe fetzte sich auf einer Zeitreise der Minnesänger „Walther von der Vogelweide“ mit einer jungen Mittelalter-Rock-Sängerin um die „richtige Musik“, während eine schwarz gekleidete Nonne vom gregorianischen Choral berichtete. In der Jazz-Gruppe trafen sich Miles Davis und Peter Brötzmann in einer Nervenheilanstalt und diskutierten über Freejazz.
In der Barock-Gruppe sah man natürlich üppige Perücken, als sich Bach und Telemann bei „Viva Oldie“ über ihre Kompositionen unterhielten. In der Gruppe „Neue Musik“ wurden Luigi Nono und John Cage im Fernsehen interviewt. So wurde Musikgeschichte sichtbar und erlebbar, prägte sich nebenbei besser ein und der abschließende Test brachte auch wirklich gute Ergebnisse.
Köt/As Februar 2010
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