Aus der Norderstedter Zeitung vom 8. Dezember 2010:
Die 16-jährige Gymnasiastin schreibt an ihrem ersten Buch
Die Geschichte hat Rhythmus, sie hat Witz und eine gute Prise Selbstironie. Jessica Heitmann schrieb "Heimlich", kurz, stimmig und "lesenswert", wie auch das Motto unserer Serie lautet.
Norderstedt. Die Autorin ist erst 16 Jahre alt. Sie besucht die elfte Klasse des Norderstedter Lessing-Gymnasiums und schrieb schon während ihrer Grundschulzeit.
"In den Pausen spielten wir immer eine Art Rollenspiel, das mir sehr gefiel", sagt die junge Autorin. Eines Tages schrieb sie das Rollenspiel auf - und damit ihr erstes kleines Theaterstück. Vier Schreibmaschinenseiten lang und mit sehr viel Freude am Entdecken der richtigen Formulierungen, am Ausfeilen des Textes, der ja schließlich gesprochen werden sollte. |
sagt Jessica Heitmann. Das war mit 25 Seiten schon wesentlich länger als ihr Rollenbuch-Debüt. Doch die Schule, Freundinnen und Freunde nahmen Jessica in Anspruch, und so schrieb sie einige Jahre lang nur kurze Gedichte und ein Theaterstück, das ihr Bruder bei ihr "bestellte". Außerdem spielte und tanzte Jessica vor zwei Jahren im "High School Musical" der Musikschule Norderstedt. |
und ich bekam wieder Lust, längere Texte zu verfassen", sagt Jessica. Ihre Lehrerin gab der Klasse als freiwillige Hausaufgabe eine Kurzgeschichte auf. Jessica aber schrieb nicht nur eine, sondern gleich drei Kurzgeschichten. |
Unsere Leser schreiben für Sie
Von Jessica Heitmann 8. Dezember 2010, Norderstedter Zeitung
Heute veröffentlichen wir die Geschichte "Heimlich" von Jessica Heitmann
Ungeduldig saß Jenny am Schreibtisch. Mit den Fingerspitzen der rechten Hand schlug sie immer wieder auf die Tischoberfläche, während sie in der linken einen Stift hielt, an dem sie kaute. Da klingelte das Telefon. Endlich. Sie nahm ab, und tatsächlich war er in der Leitung. |
dann legte er auf. Nachdem sie das Telefon weggelegt hatte, überlegte sie sich eine Ausrede für ihre Mutter. Denn wenn diese erfahren würde, dass Jenny sich wieder mit ihm trifft, würde sie Jenny Hals über Kopf rauswerfen: "Wenn du ihn sowieso lieber magst als mich, zieh doch gleich bei ihm ein!" Das wollte Jenny nicht riskieren. |
"Süße, es ist so schön dich wieder zu sehen! Und wie unverschämt gut du wieder aussiehst!" "Vielen Dank", antwortete sie verlegen, "du siehst auch toll aus. Wie immer." Dann hakte sie sich bei ihm unter und zusammen spazierten sie durch den Park; dabei unterhielten sie sich über alles und jeden. Als es dämmerte, verabschiedete sie sich schließlich von ihm. Die Zeit verging einfach viel zu schnell, wenn sie zusammen waren. Zum Abschluss gab er ihr einen Kuss, und ein Versprechen: "Ich schwöre dir, Jenny, dass ich mir die Zeit nehmen werde, dich bald wieder zu treffen." |






