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Die Mäuse-AG
Mit dem Anfang des neuen Schuljahres konnten wir, die 7.Klässler, erstmals an der Mäuse-AG bei Frau Hermenau teilnehmen. Wir, das sind: Susanne, Tina, Nathalie, Nele, Teresa, Catarina, Ann-Kristin und Carina. Mit dazu gehören natürlich auch unsere Rennmäuse Speedy, Zora und Krümel. Unsere Maus Crazy ist leider vor ein paar Wochen verstorben.
Das Ziel unserer AG ist es, das Verhalten und die Wahrnehmung der Rennmäuse besser kennen zulernen und dieses somit auch verstehen zu können. Das finden wir anhand von TIERFREUNDLICHEN (!) Versuchen heraus.
So erproben wir zum Beispiel ob die Mäuse auf bestimmte Signale reagieren (Essverhalten, Gedächtnis,…..), ob sie Farben auseinander halten können oder ob sie sich den Weg durch ein Labyrinth merken.
Unsere Mäuse leben in einem großen Terrarium mit vielen Spielmöglichkeiten.

Hier einige Informationen über unsere Mäuse:

Gattung: über 10 verschiedene Gettungen  
Familie: Wühler  
Ordnung: Nagetier  
Körperlänge 8 - 20 cm  
Lebenserwartung: in freier Wildbahn 1 bis 2 jahre, im Käfig 2 bis 3 Jahre  
Nahrung: kleine Insekten, Obst und Gemüse, Zusatzfutter  
Nachwuchs 2 bis 8 Junge, kommen blind, taub und nackt zur Welt  
soziales Verhalten: Rangordnung, in der Natur meist ein Männchen pro Gruppe  
Lebensraum: Mongolei (Wüste), in Tunnelsystemen  
Äußere Wahrnehmung: farbenblind, geräuschempfindlich  
Natürliche Feinde: Raubvögel, Schlangen  
Beschäftigung: Laufrad, Häuschen, Klorollen, Sandbadegefäß, Wurzeln, dicke Äste oder Steine, irgendetwas zum Knabbern  
Wenn Mäuse sich streiten: geht man am Besten mit einem Handschuh in den Käfig und bringt die Streithähne auseinander...  

Versuch: Der Abgrund

Vorüberlegung: Würden Rennmäuse über einen für sie deutlichen Abgrund laufen?
Material: eine Glasplatte zwei Tische eine Rennmaus Futter
Aufbau und geplante Durchführung: Die Glasplatte auf zwei Tische legen, so dass in der Mitte das Stück Glas ohne Untergrund ist (=scheinbarer Abgrund) Nun das Futter auf einem Tisch mit der darüber liegenden Glasplatte deponieren und die Maus auf die gegenüberliegende Seite setzen(=in der Mitte befindet sich die Platte ohne erkennbaren Boden). Jetzt muss die Maus das Glas überqueren ,um zum Futter zu gelangen
Aufpassen: Die Rennmaus muss schon auf der Glasplatte sitzen ,wenn sie den Abgrund sieht!Sonst würde sie wahrscheinlich die Erhöhung vom Tisch zur Platte bemerken und wissen, dass sie sich auf einem festen Platz befindet.
Sonstiges zum Aufbau: Wir haben den Abstand der beiden Tische variiert, so dass wir beobachten konnten, ob die Abgrund- Breite etwas mit dem Verhalten der Mäuse zu tun hat.
Abstände: 20cm, 22cm, 37cm, 52cm, 69cm, 100cm

Skizze zum Aufbau:

Ergebnisse

Im Allgemeinen zeigten die Mäuse fast keine Reaktion von Scheu am "Abgrund", außer eines kleinen Zögerns. Sie überquerten den vermeintlichen Abgrund ohne hinunter zu sehen und auch als wir ihnen diesen genau zeigten, liefen sie munter dem Futter entgegen. Unsere "Testobjekte" beschnupperten die Glasplatte die ganze Zeit neugierig und machten dabei auch kleine Schlenker.

Versuch: Mit Umwegen

Material: 2 Bücher, Leckerlies, 1 Maus, 1 Käfig, 1 Stoppuhr
Durchführung: Stelle zwei Bücher in einem etwa 90 Winkel auf, jedoch muss ein kleiner Spalt zu sehen sein. Lege nun etwas Futter vor den Spalt. Tue dies so, dass die Maus sehen kann, was man tut. Setze jetzt die Maus hinein und beginne, die Zeit zu messen. Wenn die Maus etwas vom Essen knabbert, stoppe die Zeit.  
Beobachtung: Wir haben den Versuch mit Zora und Crazy durchgeführt. Jede Woche haben wir den Versuch mit den beiden Mäusen gemacht. Wir hatten unterschiedliche Ergebnisse, schnelle, jedoch auch langsame:
Zora, Crazy    
erster Durchgang 7 Sekunden  
eine Woche später 12 Sekunden 26 Sekunden
  10 Sekunden 43 Sekunden
noch eine Woche später 7 Sekunden 14 Sekunden
Ergebnis: Die Mäuse waren beim ersten Mal schneller, zweiten Mal langsamer und beim dritten Mal wieder schneller. Vielleicht haben die Mäuse nicht immer Hunger und haben dann keine Lust den Versuch durchzuführen. Deshalb haben wir kein eindeutiges Ergebnis.