Hier informieren wir über
Exkursionen
In der neuen Profiloberstufe hat die Nawi- Klasse 14 Stunden Mathematik/ Physik/ Bio/Chemie
pro Woche. Da liegt es nahe, die besonderen Interessen der SchülerInnen in einer Projektwoche
zu vertiefen. Das XLAB in Göttingen bietet neben einer hervorragenden labortechnischen Ausrüstung
und hochqualifizierten Dozenten die Möglichkeit, ausgewählte Themen unabhängig vom 45-Minuten-Takt
zu bearbeiten. Durch die Einbindung in die naturwissenschaftlichen Fakultäten der Uni Göttingen können
Experimente in einer Weise durchgeführt und ausgewertet werden, wie es an Schulen niemals möglich wäre.
XLAB
18.1.-22.1.2010 Nawi- Klasse 12 a im XLAB / Göttingen
Die Nawi-Klasse 12a machte sich unter widrigen Bedingungen auf den Weg nach Göttingen.
Die Bahn hatte etwas Probleme mit den Schneefällen. Für die multimedial ausgestatteten SchülerInnen
ist das stimmungstechnisch gar kein Problem.
Alle reden vom Wetter- wir über unsere Handyspiele-Verpätung ist kein Thema für uns.

Schnee und Kälte ließen nur die Langbeinigen zügig vorankommen, aber endlich kam das XLAB-Gebäude in Sicht

Aber gelobt sei, was hart macht. Nach dieser Anstrengung müssen zuerst die Kräfte regeneriert werden:
Ab, in die Uni-Mensa!

Das 1. Experiment
hat schon geklappt: Oliver hat die Bedienungsanleitung "Mensa"
verstanden und freut sich jetzt auf den Rinderbraten
Danach wurde das Gästehaus mit den 6er- Appartments bezogen und ein Blick auf das XLAB-Gebäude geworfen

In jeder farblich unterschiedlich gestalteten Etage wird eine andere Naturwissenschaft nahe gebracht.
Frau Dr. Koch hatte für uns ein interessantes Programm zusammengestellt:
Montag: Radioaktivität
Die Messung ionisierender Strahlung mit dem Geiger-Müller-Zählrohr in Abhängigkeit von der Dicke der Abschirmung
brachte uns experimentell in das Thema hinein.

Der Nachweis unterschiedlicher Strahlung mit einer tischgroßen Nebelkammer:

regte
zu weiteren Diskussionen an.
Die Deutung des Beta-Zerfalls führte
anschließend in die Spitze der aktuellen Grundlagenforschung.
- Aufbau von Protonen und Neutronen aus UP- und DOWN-Quarks

- Bündelung der physikalischen Theorien auf die vier Grundkräfte:
starke und schwache Wechselwirkung, Gravitations- und elektromagnetische Kraft.
Die Schülerinnen
und Schüler erhielten aus kompetentem Mund der betreuenden
Physikdozenten in anschaulicher, engagierter Weise
einen interessanten Einblick in aktuelle Problemstellungen der Physik.
Dienstag : Anatomie - eine messerscharfe Reise durch den Körper

Schon der Anblick unseres Studienobjekts erzeugte eine tiefe Nachdenklichkeit und Ehrfurcht
Zunächst wurde eine Lebensweisheit des Diogenes leicht variiert:
Dr. R. demonstrierte es meisterhaft : " Ich weiß, dass du nichts weißt"
" Wie sieht ein Neuron aus?- Wie arbeiten 100 Milliarden Nervenzellen als neuronales Netz zusammen?"
"Welche Gehirnstrukturen werden unterschieden? "
"Welche Hormone werden über den Hypothalamus/ die Hypophyse ausgeschüttet? "
" Wie lang ist der weibliche Zyklus? " " 9 Monate ?? - 8 Tage ??
" Wie groß ist der Uterus, wo befindet er sich - Mütze? "
"Komm,zeig es hier am Skelett! " " Oh Mann, oh Mann !!"
"Wirken im Körper von Männern auch FSH (Follikel-bildendes-Hormon) und LH ( Luteinisierendes Hormon) ?"
Antwort von S. (weiblich): " Dazu sind Männer doch viel zu einfach konstruiert"
Nach diesem erheiternden Ratespiel, das durchaus deutliche Kenntnisunterschiede zwischen den Geschlechtern offenbarte,
hatte Dr.R. endlich Erbarmen und wir beendeten die theoretische Grundlagenvermittlung.

Jetzt ging es ans Eingemachte bzw. um die "Wurst" , präziser: den Lieferanten der Wurst.
Nun stand die Anatomie des Gehirns ( encephalon (gr.) bzw. cerebrum (lat.))
des ( auf Schlau ) suis scrofae domesticae oder ( landläufig) des gemeinen Hausschweins
auf dem Programm .
Noch sind die Gesichter wohl gefärbt, der Puls ist ruhig, der Magen in Ruhelage.

Viele waren erst skeptisch und zurückhaltend,
doch dann siegte das wissenschaftliche Interesse: Diese Blume soll das Kleinhirn sein?

Welche Kopfnerven können herauspräpariert werden? Sehnerv ? Riechnerv? ......

Das könnte die dura mater sein

"Pass auf, wenn du mit der Sonde durch den Sehnervkanal stichst - am Ende
kann das ins Auge gehen!"

Dr. R. unerbittlich: "Ich bilde keine Metzger aus, sondern Mediziner:
So hält man die Ultrasäge, Sven "

" Wenn du schon den Hammer schwingst - mehr Gefühl, bitte. Wie tief sitzt denn nun der Backenzahn?"

"Ich esse nie wieder Bregenwurst!!"

Ivan kann es kaum glauben:"Ich kann den Steigbügel, den Amboss und den Hammer sehen"
Fazit dieses Tages : 25 schwer beeindruckte Primaner überdenken ihre Studienwünsche:
"Medizin ist sehr
interessant- wenn nur der NC nicht wäre"
Mittwoch :Neurophysiologie- Messungen an schwachelektrischen Fischen
" Ich bin Akademikerin und habe in Biochemie promoviert - ihr könnt mich alles fragen, aber ich bin keine Lehrerin"
Mit diesen interessanten Worten begann ein weiteres, äußerst spannendes Lernmodul.
Zunächst wurde anschaulich die Wirkung eines
Stromstoßes eines Zitteraals diskutiert. Dann wurde deutlich
gemacht, wie sich das Menbranpotenzial aufbaut. Begriffe wie
Natrium
-Kalium- Pumpe, neurotransmittergesteuerte Na-Kanäle,
Kaliumporen,globuläre Eiweißkorken wurden intensivst in
unsere Großhirnrinde eingebrannt. Kein Teilnehmer beklagte sich
über die zwar frontal, aber interaktiv, humorvoll und äußerst
kenntnisreich gestaltete Eingangsphase.
Dann
begann der experimentelle Teil am Beispiel des schwachelektrischen Elefantenrüsselfischs ( Gnathonemus petersii lat.)
1. Aufgabe: "Fang das Wundertier ein"

"Wie sieht denn der aus?"

"Der kann ja rückwärts schwimmen!"
2. Aufgabe: "Miss die elektrischen Signale.
Dazu müsst ihr erst einige Geräte richtig anschließen. "

"Wohin kommt der rote Stecker ?" - "In die Buchse "Achsenmenü Y-Skalierung" natürlich"
"Na also, da haben wir ja den tierischen Sender auf Kanal 1"

"Überlegt, wie ihr den Fisch ethisch vertretbar stimulieren könnt !"
"Gieß ihm kaltes Wasser auf den Kopf!"
" Halte ihm 100 fette Mückenlarven vor den Rüssel!"

" Tatsächlich, das Futter entlockt ihm höchste Frequenzen"
Die Untersuchungsergebnisse der elektrischen Kommunikation auf einen Blick:

Fazit: Unglaublich lehrreich und spannend.
Vielen Dank, Frau Dr. Akademikerin!--Die Kursteilnehmer waren auch am dritten Tag begeistert.
Donnerstag / Freitag Strukturaufklärung einer unbekannten organischen Substanz
Mit viel
Eigeninitiative konnten wir in mehreren Analyseschritten im Labor selbstständig
unsere Substanz bestimmen.
1. Schritt : Qualitative Analyse

"Welche Elemente sind enthalten?" "Super, alles richtig : Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff."
2. Schritt : Quantitative Analyse

Wo ist denn hier der Halbäquivalenzpunkt?

" Meine Berechnungen ergeben : Der Stoff hat die Verhältnisformel (C3H5O4 )n "
3.Schritt : Molmassenbestimmung
Dazu haben wir unsere Ergebnisse von
Experten an hochtechnischen Geräten wie dem Massenspektrometer zur Bestimmung
der Molmasse eines Stoffes

oder der Kernmagnetischen Resonanz-Spektroskopie
(NMR-Spektroskopie)

die die endgültige Strukturformelbestimmung ermöglicht,
überprüfen und bestätigen lassen.
Ergebnis : Molmasse 192 g/mol
4. Schritt : Ermittlung der Strukturformel durch Nachweis funktioneller Gruppen

" Alles klar : 3 Carboxylgruppen, 1 Hydroxylgruppe"
Fazit: Uns hat
dieses Praktikum sehr gut gefallen, denn wie an der Uni konnten wir unsere
eigenen theoretischen Ideen in Versuchen umsetzten und mit ein bisschen Hilfe
sind wir in den eineinhalb Tagen auch schließlich zu einem Ergebnis gekommen:
Unsere unbekannte Substanz war Citronensäure
Abschlussstatement der SchülerInnen : Das Wissen der Dozenten ist phänomenal,
die Experimente genial,
die Woche beim XLAB kolossal!
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- 20.9.2003 Tag der offenen Tür bei der
Norddeutschen Affinerie
http://www.norddeutsche-affinerie.de/NA/index_html
11.11.2003
- Tag der offenen Labore in der
Universität für angewandte Naturwissenschaften Bergedorf

- 30.10-2.11.2007
XLAB in Göttingen

Das auch
farblich anregende XLAB-Gebäude im Nordbereich der Uni
Göttingen war Zentrum unserer Experimentaltätigkeit.
In der gelben
Etage sythetisierten die Chemiker Acetylsalicylsäure und
untersuchten das Produkt mithilfe der Massen- und NMR-
spektroskopie.
Anschließend extrahierten sie Fett aus
Chips, identifizierten Zucker und bestimmten den Vitamin C
- Gehalt in
diversen
Fruchtsäften.
Die Biologen
untersuchten in dem grünen Stockwerk die Wirkung von Antibiotika
auf verschiedene Bakterienstämme
und lernten,
körpereigene DNA zu extrahieren.
Nach
stundenlangem Forschen wurden in der nahgelegenen Nordmensa die
körpereigenen Depots wieder aufgefüllt und dort
nebenher erste
Kontakte zu Studierenden der naturwissenschaftlichen Fakultäten
geknüpft.
Abends wanderten
wir zum Sportinstitut der Universität, wo wir an verschiedenen
Aktivitäten wie Klettern und Fitnesstraining
teilnehmen
konnten. Ziemlich ausgepowert erreichte unser Team danach mit letzter
Kraft einen Tempel moderner Fast-Food-
Kultur, bevor in
den praktisch eingerichteten Appartments im Gästehaus neben dem
XLAB die letzten Rituale des Abends
vorgenommen wurden:
"Doppelkopf" ( Jungenzimmer 1), " Pokern " ( Jungenzimmer 2) ,
"Spaghetti nach Göttinger Art"
(
Mädchenzimmer 1), "Gesichtsmaske gurkengrün"
(Mädchenzimmer 2).
Unser Fazit :
Beim XLAB gibt es :
eine hervorragende technische Ausstattung und interessante,
ansprechende Experimente
sehr nette und
sehr kompetente Lehrkräfte und hilfsbereite
Assistenten
ein passendes Ambiente mit Gästehaus, Mensa, Uniatmosphäre
Insgesamt: Spitzenklasse

Chemikalien nach Wunsch
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Wer hat hier das Fett versteckt?
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Acetylsalicylsäure in höchster Reinheit- Team
FaSö erfolgreich
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Exaktes Arbeiten ist Pflicht
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High Tech - Ausrüstung
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Wieviel Fett ist in diesen Naschis ?
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Ausgleichssport im Sportinstitut
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Glück gehabt trotz des Absturzes - die Sicherung hat funktioniert
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